Cool durch die Schweiz
Kühltransporte mit Trendfire Telematik

Telematik, Spedition, Transport, Digitalisierung, Kühltransporte
Die auf Kühltransporte spezialisierte Schweizer Thurtrans AG hat sich für die Telematiklösung roadlox von Trendfire entschieden und damit auch die Fahrer in die digitalen Prozesse integriert.

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100 Fahrzeuge in nur zwei Wochen: In dieser rekordverdächtigen Zeit wurden die Zugmaschinen und Motorwagen der Schweizer Thurtrans AG im April 2020 mit Telematikeinheiten von Trendfire ausgerüstet – darunter neun Zugmaschinen, die mit Flüssigerdgas (LNG) angetrieben werden. „Das war eine tolle Leistung, zumal unsere LKWs an fünf Standorten stationiert und von dort fast permanent in der gesamten Schweiz unterwegs sind“, betont Thurtrans-Geschäftsführer Andy Luginbühl.

Schon vor einigen Jahren hatte die auf Kühltransporte spezialisierte Spedition ihre Trailer mit einer Telematiklösung eines Auflieger-Herstellers nachgerüstet, um damit vor allem die Temperaturen im Laderaum gegenüber Auftraggebern nachzuweisen. „Mit den neu installierten Telematikeinheiten von Trendfire haben wir jetzt auch den Live-Zugriff auf die Positions-, Tacho- und CAN-BUS-Daten der Zugmaschinen, wodurch das Disponieren und Verwalten der Fahrzeuge wesentlich effizienter und einfacher wurde“, erklärt Projektleiter Nico Dubrau, der bei Thurtrans den gesamten Fuhrpark verantwortet.

Verstöße vermeiden

Allein das automatische Fernauslesen und Archivieren der Daten aus den 100 Tachografen bedeute für Thurtrans einen erheblichen Zeitgewinn. Durch das Übertragen der Lenkzeiten in Echtzeit sehen Fahrern und Disponenten immer die aktuellen Restlenkzeiten. Dadurch können drohende Verstöße gegen das Arbeitszeitengesetz oder die Lenk- und Ruhezeitenverordnung rechtzeitig erkannt und vermieden werden.

Sollte es dennoch zu Verstößen oder Bedienfehlern im Umgang mit dem Tachografen kommen, werden diese im Telematikportal ausgewertet und können gezielt angesprochen werden. Mit nur einem Klick können Belehrungsschreiben für den jeweiligen Fahrer generiert werden, die dann nur noch ausgedruckt, unterschrieben und in der Personalakte abgelegt werden müssen. Zudem kann jeder Verstoß anhand der Uhrzeit exakt auf einer Straßenkarte nachvollzogen werden. Auf diese Weise kann Kontrollbehörden bei einer Prüfung auch noch nach vielen Monaten veranschaulicht werden, dass im Einzelfall das Überschreiten der Lenkzeit mit der Parkplatzsuche oder anderen Hindernissen verknüpft war.

Ansporn durch gute Noten

Einen weiteren Fokus setzte Nico Dubrau auf den Verschleiß von Bremsen und Reifen sowie die Verbrauchswerte seiner Flotte: „Roadlox bietet uns eine ausgereifte und objektive Fahrerbewertung, auf die auch die Chauffeure Zugriff haben“. Für diesen Zweck wurden die Fahrer-Smartphones mit der Telematik-App Trendfire Trucking ausgerüstet, über die auch das gesamte mobile Auftragsmanagement bis hin zur Ablieferquittung gesteuert wird.

Schon kurz nach der Installation hatte Dubrau bemerkt, dass sich der Fahrstil einiger Kollegen sprunghaft verbessert hatte. „Obwohl wir unsere Fahrer noch gar nicht geschult hatten, waren einige auf die Fahrerbewertung mit Rangliste aufmerksam geworden. Das hat offenbar ihren Ehrgeiz geweckt“, vermutet Dubrau, der die Kriterien der Fahrerbewertung gemeinsam mit Trendfire an die Anforderungen von Thurtrans angepasst hatte.

Sparsamer unterwegs

Vorausschauendes Fahren sowie der Einsatz von Tempomat und Retarder bilden hier einen Schwerpunkt. Die an die CAN-BUS-Schnittstelle angeschlossenen Telematikeinheiten vom Typ trendbeeTruck V4 erfassen alle relevanten Daten wie Geschwindigkeit, Gaspedalstellung oder die Drehzahl des Motors. Aus den Informationen zum Fahrstil und den Daten zum Streckenprofil ergibt sich am Ende eine gerechte, transparente und vergleichbare Fahrerbewertung über verschiedene Touren und Fahrzeuge hinweg. Der Verbrauch geht bei Trendfire nicht in die Wertung ein, da die zahlreichen Strecken- und Tourenprofile sowie die verschiedenen Antriebskonzepte keinen gerechten Vergleich auf Basis des Verbrauchs zuließen.

Die Ergebnisse der gesamten Flotte werden übersichtlich in einem Ranking zusammengefasst, wobei die effizienten Fahrer mit grün und die „verschleißfreudigeren“ Kollegen mit rot gekennzeichnet sind. Jetzt erkennt der Fuhrparkmanager auf einen Blick, welche Fahrer besonders schonend mit ihren LKWs umgehen und an welchen Stellen noch Schulungsbedarf besteht. Vor diesem Hintergrund erwartet man bei Thurtrans innerhalb der nächsten Monate signifikante Kosteneinsparungen.

Vorausschauend disponieren

Deutlich spürbar sind die gewonnenen Vorteile auch in der Fahrzeugeinsatzplanung. Die neun Disponenten sehen im Telematik-Portal nicht nur die exakten Positionsdaten der gesamten Flotte, sondern auch die verfügbaren Lenkzeiten der einzelnen Fahrer. Ohne Rückfrage beim Chauffeur können die Nahverkehrs-Touren und Abholaufträge per Knopfdruck aus dem Transportmanagementsystem an die jeweiligen Fahrer gesendet werden. Der Fahrer hat dann alle Informationen zur Haltestelle vorliegen und kann die Ankunftszeiten sowie die abgelieferten Packstücke, Lieferpapiere oder Beschädigungen dokumentieren. Die erfassten Sendungsinformationen werden nahtlos vom Smartphone an das Transportmanagementsystem zurück übermittelt. Somit ist alles sauber dokumentiert, alle Schritte können nachvollzogen und gegenüber dem Endkunden belegt werden.

Für den nahtlosen Datenaustausch hat Trendfire eine Datenschnittstelle zur Speditionssoftware von Navitrans programmiert, die bei Thurtrans fast zeitgleich mit der Telematiklösung implementiert wurde. Zukünftig ist hier eine noch engere Verknüpfung geplant, um weitere Abläufe zu automatisieren und eine noch bessere Planungsgrundlage für die Disponenten zu schaffen.

Kühldaten im 5-Minutentakt

Eine weitere Verbesserung betrifft die Trailer-Telematik zum Überwachen der Kühlkette: Jeder neu angeschaffte Auflieger soll ebenfalls mit der Telematik-Lösung von Trendfire ausgerüstet werden, die sich durch ihre drahtlosen Sensoren und die feinstufige Konfigurierbarkeit auszeichnet. „Bei Trendfire erhalten wir die Kühldaten im 5-Minutentakt, was im Nahverkehr mit bis zu 30 Stopps pro Tour sehr wichtig ist“, sagt Andy Luginbühl. Die bisherige Lösung würde nur viermal pro Stunde einen aktuellen Temperaturwert liefern. Außerdem habe ihn die hohe Flexibilität und Servicebereitschaft von Trendfire überzeugt.

Die speziell für Auflieger entwickelte Telematikeinheit trendbeeTRAILER wird am EBS-Modul des Trailers angeschlossen und überträgt neben der Temperatur auch die Daten für Achslast, Laufleistung, Reifendruck und technische Warnhinweise. Zur lückenlosen Dokumentation der Kühlkette können mehrere drahtlose Sensoren mit einer Telematikeinheit verbunden werden, so dass sich verschiedene Zonen im Auflieger getrennt überwachen lassen. Zusätzlich kann die Trailer-Telematik mit dem Temperaturschreiber verbunden werden, um auch die Setpoints und Statusmeldungen des Kühlaggregats zu dokumentieren. Hinzu kommen die Basisfunktionen der Telematikeinheit für Ortung und Tracking.

Alle Daten in einem Portal

Auch die Daten der Auflieger werden via Mobilfunk an das Rechenzentrum von Trendfire übertragen und im Telematik-Portal zur Verfügung gestellt. Denselben Weg nehmen auch die Daten der bisherigen Telematik-Lösung des Trailer-Herstellers. Diese werden über eine Schnittstelle an das Telematik-Portal von Trendfire übertragen. So müssen die Disponenten während der mehrjährigen Umstellungsphase auf die Trailer-Telematik von Trendfire nicht an verschiedenen Stellen recherchieren, sondern sehen alle Daten der gesamten Flotte an einem zentralen Ort.

Fazit: Mit der fast zeitgleichen Einführung eines neuen Transportmanagement- und Telematik-Systems hat Thurtrans gleich mehrere Stufen auf dem Weg zur völligen Digitalisierung genommen. Das zur Schoeni Holding gehörige Unternehmen profitiert von durchgängigen Prozessen im Auftragsmanagement, einer lückenlosen Überwachung der Temperatur- und Fahrzeugdaten sowie einer transparenten und objektiven Bewertung des Fahrverhaltens.

Bei Trendfire erhalten wir die Kühldaten im 5-Minutentakt, was im Nahverkehr mit bis zu 30 Stopps pro Tour sehr wichtig ist

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